Wochenendrückblick Fotomarathon

Der 2. Leipziger Fotomarathon liegt hinter uns und wir sind immer noch erstaunt darüber, wie schnell der Tag vorüber war. Wir hatten es bereits geahnt – die größte Herausforderung des Marathons bestand für uns vor allem in der wenigen Zeit, die uns zur Ideenfindung und Umsetzung zur Verfügung stand. Los ging es um 10:00 Uhr mit der Ausgabe der ersten beiden Themen im Historischen Wartesaal des Leipziger Hauptbahnhofes. Passend zur Lokation galt es als erstes ein Motiv zur Vorgabe Von A nach B zu finden um sich danach den stillen Orten zu widmen. Wir schlossen Züge, Straßenbahnen und Schienen als Motive aus (denn darauf würden auch alle anderen kommen) und versuchten unser Glück stattdessen in Unterführungen, vor Briefkästen, auf Baustellenumleitungen und markierten Laufstrecken. So richtig zufrieden war wir mit den Ergebnissen zwar nicht, aber schließlich hatten wir ja noch den ganzen Tag vor uns.

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Eingereichtes Foto zum Thema ‚von A nach B‘

Wir entschlossen uns, die nächsten zwei Themen im Rabet in Neu-Schönefeld zu holen um dann, mit einem neuen Plan, die stillen Orte, Mit Gefühl und Spieglein-Spieglein in Angriff zu nehmen. Etwas beruhigt waren wir, als wir sahen, dass einige der anderen Teilnehmer auch noch mit den ersten beiden Kategorien zu kämpfen hatten.

Unser Ziel sollte nun, mit Zwischenstopp im Lene-Voigt-Park und auf dem Johannisfriedhof (natürlich trafen wir auch hier auf andere Mitstreiter), das Alte Gasometer im Süden von Leipzig sein. Auf dem Weg dahin hofften wir, das ein oder andere Motiv zu erhaschen. Und tatsächlich lief es ganz gut. Für die Stillen Orte fanden wir gleich mehrere gute Spots.

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Eingereichtes Foto zum Thema ‚Stille Orte‘

Foto zum Thema 'Stille Orte' außer Wertung

Foto zum Thema ‚Stille Orte‘ außer Wertung

Am Gasometer angekommen, stellten wir allerdings fest, dass es zwar eine tolle Lokation ist und das Licht ganz wunderbar durch die zerbrochenen Glasscheiben und die Dachkonstruktion fällt, aber für das Thema Mit Gefühl irgendwie nichts hergibt. Da schien es viel sinnvoller, zum Connewitzer Kreuz zu radeln, um uns im Curry Süd für den Rest des Marathons zu stärken.

Anschließend holten wir uns an der Feinkost die letzten beiden Themen Gaumenschmaus und Vorhang auf ab. Mittlerweile war es schon nach 14:00 Uhr! Wir hatten bisher gerade zwei Themen im Kasten (mit denen wir noch nicht einmal zufrieden waren) und ein paar weitere halbgare Ideen im Kopf. Eine davon: Zum Slacklining und Boule spielen benötigt man eine Menge Gefühl. Und im Clara Park gibt es doch eigentlich immer Slackliner und Boulespieler. Immer, außer diesen Samstag.

Die Stimmung drohte ein wenig zu kippen, aber so schnell geben wir schließlich nicht auf. Jetzt musste alles einfach nur noch schneller gehen. Schnell in der Südvorstadt etwas mit Gefühl umsetzen und eine klasse Spiegelung in der Nähe der Jahnallee finden. Noch eine Gaumenfreude in den Resten des Wochenendmarkes entdecken und dann den Vorhang fallen lassen.

Ich gebe zu, spätestens an diesem Punkt wurde mir bewusst, dass mir jede Menge Praxis und technisches Wissen fehlt, um schnell gute Bilder machen zu können und es für mich unmöglich war, innerhalb der verbleibenden letzten 30 Minuten noch zwei Themen sowie das SIGMA Sonderthema Lichtblicke umzusetzen.

Bei Anja lief es zwar auch nicht viel besser, aber wir entschieden, dass wenigstens sie den Marathon fortsetzen sollte. Die letzten drei Bilder entstanden dann zwar innerhalb von nur 15 Minuten, aber immerhin konnte sie kurz vor 18:00 Uhr ihre sieben Motive einreichen.

Foto zum Thema 'Mit Gefühl'

Eingereichtes Foto zum Thema ‚Mit Gefühl‘

Foto zum Thema 'Mit Gefühl' außer Wertung

Foto zum Thema ‚Mit Gefühl‘ außer Wertung

Eingereichtes Foto zum Thema ‚Spieglein Spieglein‘

Foto zum Thema 'Spieglein-Spieglein' außer Wertung

Foto zum Thema ‚Spieglein-Spieglein‘ außer Wertung

Eingereichtes Foto zum Thema 'Gaumenschmaus'

Eingereichtes Foto zum Thema ‚Gaumenschmaus‘

Eingereichtes Foto zum Thema 'Vorhang auf'

Eingereichtes Foto zum Thema ‚Vorhang auf‘

Auch wenn letztendlich nur eine von uns die Ziellinie mit ihrer Speicherkarte überquerte, blicken wir doch auf einen fantastischen Tag zurück, an dem wir bei schönstem Samstagswetter auf Motivjagd waren und wieder einmal feststellen konnten, wie sehr es sich lohnt, in Leipzig auf Entdeckungstour zu gehen

Wer nun Lust hat sich alle Bilder des 2. Leipziger Fotomarathons anzuschauen und vielleicht sogar für Anjas Farbaufnahmen zu stimmen, der folge diesem Link.

One thought on “Wochenendrückblick Fotomarathon

  1. Anja
    10. November 2014 at 17:59

    Die Überraschung war groß, als wir im Internet lasen, dass das eingereichte Foto in der Kategorie „Von A nach B“ von der auf Jury auf Platz drei gewählt wurde. Freude!
    Und dann haben wir mit unseren beiden Blogbeiträgen auch noch bei der Blogparade gewonnen. Super!
    Das Mitmachen hat sich also richtig gelohnt. 🙂

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