Momenteel unterwegs im März (Teil 1)

So viel es in Leipzig auch zu sehen und zu erleben gibt, mindestens einmal im Monat packt momenteel das Reisefieber. Die letzten bereits sehr sonnigen Märztage waren daher bei uns beiden jeweils für eine kurze aber lohnenswerte Städtetour reserviert. Während ich in der Domstadt Köln Freunde besuchte, war Krissi für ein verlängertes Wochenende in Brüssel unterwegs. Hier nun meine persönlichen Reiseempfehlungen für Köln:

Wer spontan, kostengünstig und ohne eigenes Auto nach Köln reisen möchte, dem bleibt ein Platz in einer Mitfahrgelegenheit (etwa 5 Stunden) oder eine achtstündige Zugfahrt (Wochenendticket) leider nicht erspart. Es empfiehlt sich daher dringend, genügend Musik, Lesestoff und/ oder gute Freunde zur Unterhaltung mitzunehmen.

Wer zum ersten Mal in Köln ist, sollte sich natürlich das Wahrzeichen der Stadt und bekanntestes Architekturdenkmal Deutschlands– den Dom – anschauen. Mindestens genauso spannend wie das Bauwerk selbst sind aber auch die internationalen Touristenmassen, Straßenkünstler und Junggesellen- und Junggesellinnengruppen vor dem Bischofssitz. Ein hoher Unterhaltungsfaktor ist garantiert.

Kölner Dom

Kölner Dom und Vorplatz

Auf der Rückseite des Doms befindet sich das nicht minder beeindruckende Museum Ludwig (dafür allein benötigt man schon mindestens einen ganzen Tag), dessen Sammlungsschwerpunkt auf der Kunst der Moderne seit Beginn des 20. Jahrhunderts liegt. Noch bis Anfang Juli nähert sich die Reihe „Filmblicke auf die Fotografie“ in Filmschauen, Gesprächen und Workshops dem Thema des Programms. Ebenso empfehlenswert ist die Ausstellung „Pierre Huyghe“, die zuvor bereits am Centre Pompidou als erfolgreichste Schau eines zeitgenössischen Künstlers gefeiert wurde. Die Retrospektive umfasst mehr als 60 Arbeiten des Künstler, darunter Filme, Fotografien und Installationen, die seit 1993 entstanden.

Museum Ludwig

Museum Ludwig

Ein Gang durch die Gassen der Kölner „Altstadt“ (der größte Teil der Stadt wurde im zweiten Weltkrieg bei Bombenangriffen zerstört und erst in den Jahren nach dem Krieg wieder aufgebaut) mit ihren zahlreichen Touristenkneipen die auf englischen Speisekarten ein „typisch kölsches“ Speiseangebot zu typisch touristischen Preisen anbieten, führt vorbei am Denkmal der beiden kölschen Originale Tünnes und Schäl, der wunderlichen Schmitzsäule und der Bonbonmanufaktur zum Fischmarkt mit seinen niedlichen Stapelhäuschen direkt hinunter zur Rheinpromenade.

Köln Altstadt

Tünnes und Schäl // Schmitz-Säule // Stapelhäuschen

Die Tatort Wurstbraterei sucht man dort allerdings vergeblich. Die befindet sich nur zu den Dreharbeiten auf der Deutzer Rheinseite und sonst im Rheinauhafen.

Unsere Touri Runde führte uns über die Hohenzollernbrücke mit ihren abermillionen Liebesschlössern zum Panoramaturm auf der rechten Rheinseite, von wo aus man bei schönem Wetter einen tollen Blick über Köln bis ins Bergische Land hat.

Liebesschlösser auf der Hohenzollernbrücke und Aussicht von der Panorama Plattform

Liebesschlösser auf der Hohenzollernbrücke und Aussicht von der Panorama Plattform

Anschließend ging es durch den Jugendpark, wo am späten Nachmittag die ersten Grills befeuert wurden, zur Kölner Seilbahn (leider erwischten wir nicht die Oktopanten Gondel), mit der wir zurück zur anderen Rheinseite schwebten – inklusive Köln Panorama und Blick in den Außenbereich der sich darunter befindlichen Sauna.

Seilbahnfahrt mit Blick auf das Stadtpanorama

Seilbahnfahrt mit Blick auf die Kölner Skyline

Essengehen, Feiern, Tanzen – dafür gibt es in Köln unzählige Möglichkeiten. Ich persönlich fühle mich vor allem im Veedel Ehrenfeld und in der Neustadt am wohlsten. Da kann die Nacht auch gern schon mal zum Tag gemacht werden. Dumm nur, wenn durch die Umstellung auf die Sommerzeit am nächsten Tag eine Stunde fehlt.

So ging es denn am Sonntag nach einem leckeren und gemütlichen Frühstück im Agnesviertel im Café Elefant noch immer ein wenig übermüdet wieder zurück Richtung Leipzig.

Weitere Köln Reisetipps findet Ihr hier.

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