Food Fotografie

02-12

Spätestens seit Facebook und Instagram erlebt die Food-Fotografie (engl. foodphotography), also das Fotografieren von Lebensmitteln, einen wahren Hype. Zunächst als handwerklicher Teilbereich der gewerblichen Fotografie, hauptsächlich zum Bebildern von Kochbüchern und Magazinen, hat das Fotografieren von Nahrung in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erfahren. Professionelle Fotografen, Künstler, aber auch ambitionierte Laien, unten anderem zahlreiche Food Blogger, haben sich dem Ablichten von Speisen und Zutaten in all seinen Facetten verschrieben.

Die Leipziger Fotografin Antje Kröger etwa beschäftigt sich seit zwei Jahren mit dem Genre der Food-Fotografie. Dabei hat sie sich auf das Ablichten von liebevoll arrangierten gesunden und biologischen Lebensmitteln spezialisiert.

http://www.antjekroeger.de/ak/wordpress/wp-content/uploads/2016/01/foodworkshop_antjekroeger5.jpg

copyright Antje Kröger

Dem neuseeländischen Künstler Kevin Best hingegen dienen Lebensmittel vor allem als Requisiten seiner Fotografie-Stillleben, deren Kompositionen Werke der niederländischen Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts adaptieren. Ein spannendes Interview mit dem Fotografen könnt ihr hier nachlesen.

Still life with cascading lemon, 2009 copyright Kevin Best

Still life with cascading lemon, 2009                                              copyright Kevin Best

Der Londoner Fotograf Carl Warner wiederum lässt aus Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch ganze surreale Landschaften, sogenannte Foodlandscapes entstehen.

Chines Junk                                                                                                                                       copyright Carl Warner

Danling Xiao alias Mundane Matters bezeichnet sich selbst als Food Artistin. Seit 2015 kreiert sie täglich eine Skulptur aus Früchten oder Gemüse und veröffentlicht diese auf ihrem Instagram Konto.

Mundane Matters Monthly – June

copyright Mundane Matters

Klar, dass es mittlerweile auch eine ganze Menge Anleitungen, Tipps und Tricks zur Food-Fotografie gibt. Einige davon haben wir für Euch ausprobiert.

  • Das richtige Licht

Nutzt wenn möglich Tageslicht. Mit Hilfe von Lichtreflektoren, zum Beispiel einfachen Styroporplatten, könnt ihr Euer Fotoobjekt indirekt ausleuchten.

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  • Hell-Dunkel Fotografie

Neben perfekt ausgeleuchteten Aufnahmen mit hellem oder unterschiedlich farbigem bzw. gemustertem Hintergrund, geht der Trend in der Food-Fotografie seit einiger Zeit zu einer stimmungsvollen Dunkel Fotografie, bei der Bildhintergrund und Accessoires in dunklen gedeckten Farben gehalten werden, um die Lebensmittel besonders akzentuiert hervorzuheben. Einen ausführlichen Beitrag zur Hell-Dunkel Fotografie findet ihr hier (http://www.tamron.eu/de/magazin/blog/detail/moody-food-557/)

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  • Dekoration

Neben verschiedenen Hintergründen (farbiger Karton, Geschenkpapier, Tapete, Holz, Textilien), beleben Accessoires aus unterschiedlichen Materialien (Glas, Porzellan, Holz, Keramik, Metall, Textilen) eure Kompositionen. Auch mit raffiniert platzierten Zutaten, zum Beispiel Gewürzen, lassen sich interessante Effekte erzielen.

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  • Nachbearbeiten

Bei den allermeisten Food-Fotografien handelt es sich nicht um Schnappschüsse, sondern um sorgfältige arrangierte und zumeist digital nachbearbeitete Aufnahmen. Zuschnitt, Filter und Rahmen mit Hilfe von Grafikprogrammen oder einfachen Apps (zum Beispiel mit Pixlr), können Euren Fotos zusätzlichen Ausdruck verleihen.

unbearbeitete Aufnahme

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nachbearbeitete Aufnahme

  • Ausprobieren

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Lasst Euch von Künstlern, Profis, Kochbüchern, Magazinen und Blogs inspirieren. Egal ob Handykamera oder teure DSLR: Seid kreativ, testet verschiedene Einstellungen und Blickwinkel, arrangiert Eure Objekte unterschiedlich und bekommt so ein Gefühl dafür, was Euch gefällt.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem selbst gestalteten Kochbuch als Weihnachtsgeschenk für Eure Lieben?

 

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